JVA Berlin-Plötzensee
Sonnenstrom für Berliner Haftanstalten

  • Photovoltaik-Anlagen auf 6 JVAs
  • Leistung von 840 kWp
  • eine der größte, für den Eigenverbrauch genutzte, Einzelanlage Berlins.

Stadtwerke installieren auf sechs Berliner Haftanstalten Sonnenkraftwerke

Das Dach der Justizvollzugsanstalt (JVA) Berlin-Plötzensee wird von einer großen Photovoltaik-Anlage gekrönt. Das Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von 840 kWp dient allein dem Eigenverbrauch und wurde in einem Stück errichtet. Damit ist es die bisher größte, für den Eigenverbrauch genutzte, Einzelanlage Berlins. Errichtet wurde die Anlage außerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Es brauchte daher keine EEG-Förderung.

Die Photovoltaikanlage auf dem Gefängnis in Plötzensee ist Teil eines Großauftrages über insgesamt 28 Sonnenkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4,6 Megawatt auf landeseigenen Gebäuden. Die Berliner Stadtwerke erhielten 2016 diesen Auftrag von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung. Insgesamt sechs Berliner Jugendvollzugsanstalten – neben Plötzensee, Tegel, Heidering in Brandenburg, das Frauengefängnis Reinickendorf, der offene Vollzug in Hakenfelde sowie der Jugendarrest in Lichtenrade – bekamen in diesem Zuge die Möglichkeit für Sonnenstrom vom eigenen Dach.

Das Prinzip ist überzeugend: Die Stadtwerke finanzieren, und betreiben die Anlagen, die sie gemeinsam mit dem mittelständischen Berliner Anlagenbauer Berolina Solar GmbH & Co KG errichten. Die BIM pachtet die Anlage und entlastet so, durch den selbst erzeugten und verbrauchten Strom, die Stromnetze.