Wovon hängt der Ertrag der Solarstromanlage ab?

Der Ertrag der PV-Anlage hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Hierbei sind einerseits die Wirkungsgrade der verwendeten technischen Komponenten (z. B. Solarmodule und Wechselrichter) und andererseits die Standortbedingungen (Globalstrahlung, Dachneigung und -ausrichtung sowie Verschattungen) entscheidend.

Mit den heutigen Modulen lassen sich in Berlin durchschnittlich ca. 930 kWh/kWp [1] in Südausrichtung erzeugen.

Beim Betrieb der PV-Gesamtanlage treten Verluste auf, die in der sogenannten Performance Ratio (PR) zusammengefasst werden. Diese umfassen die Effekte, die mit einer erhöhten Betriebstemperatur, variablen Einstrahlungsbedingungen, Verschmutzung, Leitungswiderständen, Wandlungsverlusten des Wechselrichters und Ausfallzeiten einhergehen. Eine heute installierte PV-Anlage erreicht über das Jahr PR-Werte von 80 bis 90 %.

Weiterhin wirkt sich die Ausrichtung der Anlage auf den Ertrag aus. Die höchsten Erträge können in einer Solarzelle dann erzielt werden, wenn die Solarstrahlung in einem Winkel von 90°, also senkrecht auf die Solarzelle trifft. Da der Sonnenstand im Tages- und im Jahresverlauf variiert, ist diese optimale Einstrahlung bei fest montierten Solarmodulen nicht permanent gegeben. Während im Sommer kleinere Neigungswinkel zu besseren Erträgen führen, werden im Winter höhere Neigungswinkel benötigt. Es geht also darum, den optimalen Winkel zu finden, der in der Jahressumme die höchsten Erträge bringt. Für unsere Breiten liegt dieser zwischen 30° und 35°. Aber auch Abweichungen von dieser optimalen Neigung um ± 20° sind als günstig anzusehen, da eine Reduzierung der Einstrahlung gegenüber dem Optimum bei maximal 5 % liegt.

In Deutschland lassen sich unter guten Bedingungen durchschnittlich 130 kWh/m² erzeugen, wodurch zur bilanziellen Deckung des Strombedarfs eines Vierpersonenhaushalts (ca. 4.000 kWh/Jahr) eine etwa 30 m² große PV-Anlage mit knapp 4 kWp benötigt wird.


[1] In Berlin rechnet man mit einem Photovoltaikertrag von ca. 930 kWh/kWp und 8 m²/kWp in Südausrichtung. Daraus folgend kann man den Ertrag einer Anlage pro m² bestimmen. Im bundesweiten Durchschnitt liegt der Photovoltaikertrag in Südausrichtung bei ca. 952 kWh/kWp. Wobei, der Norden Deutschlands einen geringeren, der Süden einen höheren Ertrag ermöglicht (vgl. Solarertrag Deutsche Städte, https://photovoltaiksolarstrom.com/photovoltaiklexikon/solarertrag-staedte/#pvertragberlin , Zugriff am 16.01.2020).
Zurück zu den FAQs Photovoltaik
Auf dieser Webseite werden Cookies von den Berliner Stadtwerken und Drittanbietern verwendet, um die Leistung und Nutzerfreundlichkeit der Website sowie unsere Werbemaßnahmen zu verbessern. Mit einem Klick auf 'Alle Cookies Akzeptieren' stimmen Sie der Nutzung von Cookies auf dieser Webseite zu. Sie können jederzeit von der Zustimmung zurücktreten. Um diese Cookies zu verwalten oder zu deaktivieren, klicken Sie auf 'Cookie Einstellungen'. Bitte beachten Sie, dass technisch erforderliche Cookies gesetzt werden müssen, um die Funktionalität unserer Webseite aufrecht zu erhalten. Weitere Information finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. cookie settings
Alle Cookies akzeptieren
×
×