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Energiesparen leicht gemacht

Ein wichtiger Bestandteil der Energiewende ist, dass wir Energie nicht nur nachhaltig produzieren, sondern auch effizient nutzen. Darum haben wir ein paar Energiespartipps für Sie zusammengefasst, die sowohl das Klima als auch den Geldbeutel schonen.

Strom

Allgemeines

Der StromCheck von CO2online ist ein hilfreiches Tool, um den eigenen Stromverbrauch einschätzen und Einsparpotenziale feststellen zu können. Nachdem man auf der Seite den eigenen Strombedarf angegeben hat, wird dieser mit dem Durchschnitt ähnlicher Haushalte verglichen. Zusätzlich erhält man eine Vielzahl von Hinweisen, wie man den individuellen Verbrauch senken kann.

Oft wissen wir nicht, wie viel Strom ein Gerät tatsächlich verbraucht. Mit einem Strommessgerät kann man den Stromverbrauch einzelner Geräte leicht ermitteln. Strommessgeräte können Sie sich bei unserem Kooperationspartner der Verbraucherzentrale Berlin kostenfrei ausleihen. Gerade ältere Geräte im Haushalt entpuppen sich oft als Stromfresser mit exorbitant hohem Verbrauch, bei denen sich ein Neukauf energetisch und finanziell oft lohnt. Hierbei sollte man allerdings auf das Energielabel achten und ein Gerät mit hoher Energieeffizienzklasse kaufen.

Fernseher, Audiosysteme, Spielekonsolen, Computer und Peripherie verfügen über einen Stand-By-Modus, der zwar den Stromverbrauch verringert, das Gerät jedoch nicht ganz ausschaltet. Besonders bei selten verwendeten Geräten sollte man sicherstellen, dass man sie vollständig ausschaltet, da sich selbst ein geringer Stromverbrauch über die Zeit summiert.

Wie bereits erwähnt (s. Geräte immer ganz ausschalten), verbrauchen Geräte im Stand-By-Modus immer noch Strom. Darum lohnen sich schaltbare Steckdosenleisten, mit denen man die Stromzufuhr zu mehreren Geräten kappen kann. Je nach Ausstattung des Haushalts können durch die Verwendung schaltbarer Steckdosenleisten bis zu 150 Euro Ersparnis im Jahr zusammenkommen.

Beleuchtung​

Wer Glüh- oder Halogenlampen verwendet, sollte zu LED-Leuchtmitteln wechseln. Diese benötigen nämlich bis zu 90 Prozent weniger Strom und haben eine hohe Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden. Nichtsdestotrotz gilt auch hier, dass man diese ausschalten sollte, wenn man nicht im Raum ist.

Für Außenbereiche sowie Hausflur, Treppen oder Keller lohnen sich Bewegungsmelder. Das Licht geht nur an, wenn es tatsächlich gebraucht wird und geht aus, ohne dass jemand daran denken muss, es auszuschalten.

Küche

Die Türen von Kühl- und Gefrierschränken sollten so wenig und kurz wie möglich geöffnet werden, damit diese nicht übermäßig viel Energie aufwenden müssen, um ihre Betriebstemperatur wiederherzustellen. Interessanterweise sind diese Geräte aber oft kühler, als sie sein müssten. Wenn nicht ständig leicht verderbliche Lebensmittel gelagert werden, reichen 7 Grad Celsius im Kühlschrank und -18 Grad Celsius im Gefrierschrank völlig aus. Wenn man bedenkt, dass das Hochstellen der Temperatur um 1 Grad Celsius rund 6 Prozent Strom spart, kann der Energieverbrauch so deutlich gesenkt werden. Legen Sie zum Beispiel mal ein Thermometer in Ihren Kühlschrank und messen Sie, welche Temperatur bei der jeweiligen Einstellung erreicht wird. Darüber hinaus kann es ebenso helfen, dauerhaft ein paar Wasserflaschen im Kühlschrank zu lagern: Diese müssen zwar einmalig gekühlt werden, helfen aber nach dem Öffnen des Kühlschranks dabei, dass die Temperatur gehalten und nach dem Schließen dabei, dass die Temperatur schneller wieder erreicht wird. Gefrierschrank oder -truhe ohne Abtaufunktion mindestens einmal im Jahr abzutauen, trägt ebenfalls zur Reduktion von Energie und Kosten bei.

Viele denken, dass sie ihr Geschirr abspülen müssen, bevor sie es in die Spülmaschine stellen können. Tatsächlich verbraucht dies nur unnötig Wasser, da moderne Geräte auch für gröbere Verschmutzungen geeignet sind. Beim Betrieb sollte möglichst die volle Kapazität der Spülmaschine und das Eco-Programm genutzt werden. Dieses dauert zwar häufig deutlich länger als die Standardprogramme, doch spart sowohl Wasser als auch Energie.

Beim Garen von Kartoffeln oder Gemüse wird oft mehr Wasser benutzt, als nötig wäre. In der Regel reichen ein paar Zentimeter Wasser bei geschlossenem Deckel völlig aus. Dabei spart man nicht nur Wasser und Energie, sondern konzentriert die Vitamine in einer kleineren Menge Wasser, die man dann z. B. für eine Sauce gut weiterverwenden kann. Auch beim Braten kann ein Deckel die Kochzeit reduzieren und somit Strom sparen. Bei der Verwendung des Backofens sollte man am besten Umluft verwenden, da diese Einstellung 15 Prozent weniger Energie verbraucht als Ober- und Unterhitze. Eine geschlossene Backofentür und eine voll ausgenutzte Backröhre sparen zusätzlich viel Energie.

Mit Ausnahme moderner Induktionsherde lässt sich Wasser mit einem Wasserkocher schneller und sparsamer erhitzen als auf dem Herd. Erhitzen Sie immer nur die benötigte Menge, um nicht unnötig Energie zu verbrauchen. Das Abfüllen in eine Thermoskanne hilft, das Wasser länger warm zu halten.

Wäschepflege

Bei Waschmaschinen sollte auf die Füllmenge geachtet werden. Wenn oft nicht genug Wäsche für eine volle Ladung zusammenkommt, kann sich der Kauf einer kleineren Maschine lohnen. Als Daumenregel sollte bei ausreichender Befüllung etwa eine Handbreit Platz zwischen Wäsche und Trommel sein. Dank moderner Geräte und Waschmittel reicht eine Temperatur von 30 Grad Celsius zur Reinigung aus. Dadurch wird nicht nur weniger Energie verbraucht, sondern die Kleidungsstücke halten auch länger. Falls vorhanden, sollte mit dem etwas längeren Eco-Programm gewaschen werden, das Strom und Wasser spart.

Wer Waschgänge gut plant, kann auch ganz ohne Trockner auskommen und die Wäsche ohne Stromverbrauch an der Luft trocknen lassen. Hierbei ist auf gute Durchlüftung zu achten, um Schimmel vorzubeugen. Das geht am besten auf dem Balkon, im Keller oder im Garten. Wenn doch der Einsatz einer maschinellen Trocknung erwünscht ist, kann mit einem Wärmepumpentrockner Energie gespart werden.

Für das Bügeln empfiehlt sich das Ansammeln von Wäsche und eine Sortierung entsprechend der geeigneten Bügeltemperatur. Das häufige Wechseln der Bügeltemperatur erhöht den Energieverbrauch. Starten Sie mit Wäsche, die auf niedriger Stufe gebügelt werden muss, und erhöhen Sie die Temperatur nach und nach. So können Sie ohne Aufwärmzeit direkt losbügeln und nutzen auch
jene Energie effizient, die nötig ist, um das Bügeleisen zu erhitzen.

Büro und Home-Office

Da Laptops auch dafür ausgelegt sind, im Batteriebetrieb möglichst lange zu funktionieren, verbrauchen sie deutliche weniger Strom als ein Desktop-PC. Mittlerweile gibt selbst für aufwendige Anwendungen leistungsstarke Laptops, weshalb es in den meisten Fällen nicht nötig ist, sich einen Desktop-PC zuzulegen. Wer auf einen Laptop umsteigt, kann etwa 18 Euro pro Jahr an Stromkosten sparen.

Wärme

Heizen

Der HeizCheck von CO2online ist ein hilfreiches Tool, um den eigenen Energieverbrauch einschätzen und Einsparpotenziale feststellen zu können. Nachdem man auf der Seite Details zum Heizungssystem des eigenen Hauses/der eigenen Wohnung angegeben hat, wird dieser mit dem Durchschnitt ähnlicher Haushalte verglichen. Zusätzlich erhält man eine Vielzahl von Hinweisen, wie man den individuellen Verbrauch senken kann.

Auch wenn man die Heizung auf mollig warme Temperaturen aufdrehen kann, reicht in der Regel deutlich weniger. Häufig benutzte Räume sollten mit etwa 20 Grad Celsius beheizt werden; für das Schlafzimmer sind 18 Grad Celsius perfekt. Bei wenig genutzten Räumen kann man das Thermostat bei geschlossener Tür bis auf 16 Grad Celsius herunterschrauben.

Werden Heizkörper mit Möbeln oder Vorhängen zugestellt, staut sich die Wärme hinter diesen Gegenständen und es braucht mehr Energie, um den ganzen Raum aufzuheizen. Darum sollte im Umkreis von 30 Zentimetern nichts vor dem Heizkörper stehen.          

Um frische Luft in die Wohnung zu bringen, ist Stoßlüften besser geeignet als langsames Lüften mit Kippfenster. Während ein Lüftungsdurchgang mit der ersten Methode maximal 10 Minuten benötigt, muss man das Fenster bei der zweiten Methode bis zu 30 Minuten offenlassen. Das verbraucht gerade im Winter unnötig Heizungswärme. Achten Sie darauf, das Thermostatventil während des Lüftungsvorganges auszudrehen.

In manchen Fällen befinden sich Heizkörper noch in ihrer Werkseinstellung und sind nicht an die Wohnumgebung angepasst. Durch die richtige Einstellung kann 10 bis 15 Prozent Energie gespart werden.

Warmwassernutzung

Eine warme Dusche spart nicht nur Energie und Zeit, sondern auch bis zu 70 Prozent Wasser ein. Neben dem Heizen wird die meiste Energie im Haushalt für die Trinkwassererwärmung verwendet.

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