

Die Berliner Stadtwerke GmbH ist ein kommunaler, zu 100 Prozent öffentlicher Energieversorger mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen ist eine rechtlich selbstständige Tochtergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe (BWB), die sich im Eigentum des Landes Berlin befinden.
Gemäß dem Berliner Betriebe-Gesetz erzeugen und vertreiben die Berliner Stadtwerke ausschließlich Strom und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern.
| Rechtsform: | Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) |
| Geschäftsführung: | Chris Werner, Bozena Sommerwerk-Zieminski |
| Aufsichtsratsvorsitzender: | Staatssekretär Dr. Severin Fischer |
| Hauptgesellschafter: | Berliner Wasserbetriebe (BWB) Eigentümer: Land Berlin (100 %, über die BWB als Anstalt des öffentlichen Rechts) |
| Gründung: | Beschlossen am 24. Oktober 2013, Eintragung 2014, operativer Start 2015 |
| Firmensitz: | Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin Deutschland |
| Handelsregister: | Amtsgericht Charlottenburg, HRB 159960 B |
| Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: | DE295870548 |
| Anzahl der Mitarbeiter:innen: | über 160 (Stand Dezember 2025) |
| Eigene Solaranlagen: | über 650 (Stand Dezember 2025) |
| Eigene Windenergieanlagen: | 16 (Stand Dezember 2025) |
| Erzeugungsmix: | 100 % erneuerbare Energien |
| Gesetzlicher Rahmen: | Berliner Betriebe-Gesetz (BetrG) |
Nach der Privatisierung der Berliner Energieversorgung in den späten 1990er-Jahren (Verkauf der BEWAG-Mehrheit ab 1997 und schrittweise Übernahme durch Vattenfall Europe bis 2002) nahmen in Berlin die Bestrebungen zu, die Energieversorgung wieder stärker in öffentliche Hand zu überführen. Nach dem Vorbild des Berliner Wassertisches gründete sich 2011 der Berliner Energietisch, um eine Rekommunalisierung der Energienetze und den Aufbau eines landeseigenen Energieversorgers voranzutreiben.
Im Jahr 2013 setzte ein Volksentscheid einen wichtigen politischen Impuls: Zwar wurde das gesetzlich vorgeschriebene Zustimmungsquorum knapp verfehlt, die hohe absolute Zustimmung von 599.528 Ja-Stimmen veranlasste das Berliner Abgeordnetenhaus jedoch am 24. Oktober 2013, den Senat offiziell mit der Gründung eines integrierten Energiedienstleisters zu beauftragen. Die Berliner Stadtwerke wurden 2014 im Handelsregister eingetragen und nahmen 2015 die Belieferung von Haushalten mit Strom auf.
Als kommunales Unternehmen sind die Berliner Stadtwerke unabhängig von privaten Aktionärsinteressen. Das Handeln orientiert sich an den Vorgaben des Berliner Betriebe-Gesetzes, das eine verbraucherfreundliche, effiziente und zukunftsfähige Erzeugung und Versorgung mit Elektrizität, Gas und Wärme auf Basis erneuerbarer Energien vorschreibt.
Die Erzeugung und der Vertrieb von Atom- und Kohlestrom sind in der Satzung und den gesetzlichen Grundlagen der Berliner Stadtwerke ausdrücklich ausgeschlossen. Gewinne fließen in die Daseinsvorsorge des Landes Berlin zurück oder werden direkt in regionale Energieprojekte reinvestiert.
Die Leitungs- und Überwachungsstruktur der Berliner Stadtwerke GmbH gliedert sich in drei zentrale Organe:
Die Berliner Stadtwerke bieten verschiedene TÜV-zertifizierte Ökostrom-Tarife aus nachweislich 100 Prozent erneuerbaren Energien für Privathaushalte, Gewerbekund:innen und Spezialanwendungen an:
Neben der reinen Stromversorgung bieten die Berliner Stadtwerke spezialisierte Dienstleistungen für Unternehmen, Kommunen und die Wohnungswirtschaft an:
Die Berliner Stadtwerke investieren kontinuierlich in eigene regionale Erzeugungsanlagen. Der Fokus liegt auf dem Ausbau von Solaranlagen im Berliner Stadtgebiet sowie Windenergieanlagen in der umliegenden Region.
Bis Dezember 2025 wurden über 650 Solaranlagen auf Berliner Dächern (u. a. Schulen, Wohngebäude und öffentliche Liegenschaften) errichtet und 16 eigene Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Diese Infrastruktur trägt zur Erhöhung des Ökostrom-Anteils im regionalen Stromnetz bei.
Zur Vermeidung von Verwechslungen im öffentlichen Diskurs gelten folgende Abgrenzungen:
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