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Ein Auto der Berliner Stadtwerke mit Stromladekabel.
© BIM/Jochen Eckel

19. März 2026

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe setzt ein klares Signal für die Mobilitäts­wende in Berlin: Gemeinsam mit der Berliner Immobilien­management GmbH (BIM), den Berliner Stadtwerken und der Berliner Agentur für Elektro­mobilität eMO wurden seit Sommer letzten Jahres an fünf landes­eigenen Liegen­schaften 61 öffentlich zugängliche Ladepunkte errichtet. Damit nutzt die Haupt­stadt ihre eigenen Flächen aktiv, um die Elektro­mobilität alltags­tauglich zu machen und einen wichtigen Beitrag zur Klima­neutralität bis 2045 zu leisten.

Die neuen Ladepunkte, darunter Normallade- und Schnell­lade­infrastruktur, stehen an Stand­orten wie Bezirks­ämtern, einer Kfz-Zulassungs­stelle, einem Museum und einem Gewerbe­gebiet. Sie sind nicht nur für Mit­arbeitende und Gäste, sondern auch für An­wohnende nutzbar. Denn wenn der Zugang zu­­­ E-Lade­säulen im All­tag ein­fach möglich ist, fällt auch der Um­stieg zur­­­ E-Mobilität leicht.

Staats­sekretär Dr. Severin Fischer, Senats­verwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin stellt seine landes­eigenen Liegen­schaften gezielt für den Ausbau der Lade­infra­struktur zur Ver­fügung, weil die Mobilitäts­wende nur gelingt, wenn sie im All­tag funktioniert. Mit diesem Pilot­projekt setzen wir die Gesamt­strategie Lade­infra­struktur um und schaffen Lade­punkte dort, wo sie ge­braucht werden: an Bezirks­ämtern, Kfz-Zulassungs­stellen und in der Nähe von Wohnungen. Gleich­zeitig fördern wir über das Förder­programm WELMO Wohnungs­unter­nehmen und -genossen­schaften dabei, Lade­punkte auf­zu­bauen, um E-Mobilität direkt an die Haus­tür der Mieterinnen und Mieter zu bringen. Dass wir dieses Pilot­projekt gemeinsam mit unseren Landes­unternehmen in kurzer Zeit und kooperativ umsetzen, zeigt: Berlin über­nimmt Ver­antwortung für eine klima­neutrale Stadt, die praxis­tauglich ist. Mein Dank gilt allen Beteiligten für die engagierte Umsetzung.“

Dr. Matthias Hardinghaus, Geschäfts­führer der BIM: „Mit 61 realisierten Lade­punkten in wenigen Monaten hat die BIM bewiesen, dass Lade­infra­struktur selbst in komplexen Bestands­liegen­schaften zügig umgesetzt werden kann. Mit der geplanten Fortsetzung des Projekts und zusätzlichen Stand­orten bauen wir diese Infra­struktur weiter aus und schaffen die technischen Voraus­setzungen für eine moderne und nach­haltige Nutzung der landes­eigenen Gebäude.“

„Mit der BIM verbinden die Berliner Stadtwerke seit mehr als zehn Jahren eine enge Zusammen­arbeit für die energetische Modernisierung vieler landes­eigener Liegen­schaften“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Chris Werner. „Rund 150 Solar­anlagen und komplexe Energie­konzepte wie für das Haus der Statistik sind Aus­druck dessen. Mit unserer Kooperation im Ausbau der Lade­infra­struktur wollen wir diese wichtige Zusammen­arbeit für das Land Berlin noch intensiver fortsetzen.“

Gernot Lobenberg, Berliner Agentur für Elektro­mobilität eMO: „Das gemeinsame Projekt der Er­richtung von Lade­infra­struktur auf landeseigenen Flächen ist ein wichtiger Bau­stein für die Entwicklung der Elektro­mobilität in Berlin. Berlin verfügt heute bereits über mehr als 39.000 Lade­punkte – davon 7100 öffentlich zugänglich – und wir wollen weiter Vor­reiter sein: Die jetzt um­ge­setzten Stand­orte sind der Auf­takt für die Öffnung landes­eigener Stand­orte für Dritt­anbietende. Die eMO wird diesen Prozess eng be­gleiten, mit nach­frage­orientierten Bedarfs­analysen, Projektierung und Fach­expertise.“

Die Senatswirtschafts­verwaltung hat für dieses Pilot­projekt eine Voll­finanzierung in Höhe von bis zu 1,4 Millionen Euro bereit­gestellt, als Investition in die Handlungs­fähigkeit der Stadt und um Erfahrungen für den weiteren Ausbau zu sammeln. Ab 2026 werden private Betreiber eingebunden, um die Lade­infra­struktur wett­bewerbs­orientiert und flächendeckend aus­zu­bauen – und so noch mehr Stand­orte für die Berlinerinnen und Berliner zu­gänglich zu machen.

Das Projekt ist ein Kern­vorhaben der Gesamt­strategie Lade­infra­struktur, die der Senat im April 2024 be­schlossen hat. Aktuell kommt in Berlin ein öffentlicher Lade­punkt auf etwa 12 Elektro­autos. Damit liegt das Land schon jetzt über dem Bundes­durch­schnitt. Mit der Gesamt­strategie setzt sich Berlin weiter ambitionierte Ziele, denn bis 2045 soll die Stadt klima­neutral sein. Die Elektrifizierung des Ver­kehrs ist dafür ein zentraler Hebel.

Aktuell sind in Berlin rund 90.000 E-Fahrzeuge, davon 78.000 E-Pkw, zugelassen. Mit über 7100 öffentlich zugänglichen Lade­punkten ist das Lade­angebot zum jetzigen Zeit­punkt gut auf­ge­stellt. Zusammen mit den privaten Lade­punkten kommt Berlin auf eine installierte Lade­leistung von 440 Mega­watt. Doch der Bedarf wächst mit jeder Neu­zu­lassung: Prognosen gehen von einer benötigten Lade­leistung bis 2030 von 2 Gigawatt aus.


Berliner Stadtwerke GmbH

Die Berliner Stadtwerke sind der Energiewende-Akteur des Landes Berlin. Im Sinne der Bürger:innen Berlins engagiert sich das Unternehmen für eine verbrauchernahe Energie­erzeugung und umweltfreundliche Versorgungs­konzepte auf Basis erneuerbarer Energien. Seit ihrer Gründung 2014 hat die Tochter­gesellschaft der Berliner Wasser­betriebe mehr als 172 Mio. Euro in grüne Energie­projekte investiert. Dabei sind die Stadtwerke in Berlin seit Jahren führend im solaren Zubau. Der öffentliche Energie­versorger beliefert Haushalte in der Metropol­region Berlin-Brandenburg mit reinem Ökostrom und unterstützt Verbraucher:innen als Partner der EnergieEinsparInitiative Berlin aktiv dabei, Energie­einsparungen einfach möglich zu machen.

Weitere Informationen: berlinerstadtwerke.de

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