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Luftblick auf Spandau
Foto: Mario Hagen/Shutterstock.com

3. November 2020

Fünf neue Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 300 kWp bauen die Berliner Stadtwerke in Spandau auf die Dächer von Schulen sowie des Ordnungsamtes. Sie bilden das erste sogenannte Bezirkspaket der Berliner Stadtwerke mit dem Havel-Bezirk. Bei diesen Paketen werden jeweils mehrere Anlagen von der Planung über den Bau bis zur späteren Unterhaltung gebündelt, was kostengünstig und praktisch für alle Beteiligten ist.

Die größte der fünf Anlagen bekommt mit 99,68 kWp die Christian-Morgenstern-Grundschule am Räcknitzer Steig. Darauf folgt das Ordnungsamt Spandau an der Galenstraße mit 70 kWp. Jeweils 42,56 kWp Leistung werden auf die Dächer der Grundschule am Wasserwerk an der Pionierstraße, der Lynar-Grundschule an der Luther­straße und der Sport6shy;halle der Schule am Staakener Kleeblatt am Brunsbütteler Damm installiert.

Die fünf Anlagen werden im kommenden Frühjahr errichtet und vermeiden pro Jahr mit der Produktion von mehr als 250.000 Kilo­watt­stunden den Ausstoß von 137 Tonnen CO2. Die vergleichsweise kleine Schule am Kleeblatt kann fast die Hälfte ihres Strombedarfs künftig vom eigenen Dach decken. Die größte Anlage – die auf der Christian-Morgenstern-Schule – hat mit 79 Prozent auch die höchste Eigenverbrauchs­quote und liegt damit sehr gut.

Spandaus Bezirks­bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) erklärt: „Wir haben über den jetzt geschlossenen Vertrag hinaus eine Untersuchung des Solarpotenzials der Altstadt beim auf erneuerbare Energien spezialisierten Reiner-Lemoine-Institut in Auftrag gegeben. Aus den Ergebnissen der Studie möchten wir ein zweites Bezirkspaket entwickeln.“

Nahaufnahme eines Solarmoduls
© Mathias Völzke/Berliner Stadtwerke

„Das Projekt hat bezüglich der Erzeugung und Nutzung von Ökostrom Vorbild­charakter, da der Strom an der richtigen Stelle erzeugt und auch verbraucht wird”, führt Bezirksstadtrat Andreas Otti (AfD) aus.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Spandau jetzt ein großartiges erstes Solar-Paket vereinbaren konnten, das nicht nur einen weiteren Schritt in Richtung der Berliner Klimaziele bedeutet, sondern das auch für die bezirklichen Finanzen vorteilhaft ist und für die Berliner Solarinstallateure neue Aufträge bietet“, so Stadtwerke-Geschäftsführerin Dr.-Ing. Kerstin Busch.

Insgesamt acht Bezirke haben die Berliner Stadtwerke bisher mit solchen Solar-Paketen über insgesamt 49 Anlagen beauftragt: Neben Spandau auch Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Reinickendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick. Mit Steglitz-Zehlendorf gibt es Einzelverträge für Solaranlagen auf Schulen. In der Regel stehen die Anlagen ein halbes Jahr nach Vertragsabschluss auf den Dächern.

Die Berliner Stadtwerke installieren, warten und unterhalten die Anlagen, die so bemessen werden, dass die maximale Menge des erzeugten Stroms auch in dem Gebäude verbraucht wird. Das jeweilige Bezirksamt verpachtet die Dächer für einen symbolischen Betrag und pachtet im Gegenzug die Solaranlage. Durch den eingesparten Netzstrom kosten die Anlagen den Bezirksämtern kein zusätzliches Geld.


Berliner Stadtwerke GmbH

Die Berliner Stadtwerke sind der Energiewende-Akteur des Landes Berlin. Im Sinne der Bürger:innen Berlins engagiert sich das Unternehmen für eine verbrauchernahe Energie­erzeugung und umweltfreundliche Versorgungs­konzepte auf Basis erneuerbarer Energien. Seit ihrer Gründung 2014 hat die Tochter­gesellschaft der Berliner Wasser­betriebe mehr als 135 Mio. Euro in grüne Energie­projekte investiert. Dabei sind die Stadtwerke in Berlin seit Jahren führend im solaren Zubau. Der öffentliche Energie­versorger beliefert Haushalte in der Metropol­region Berlin-Brandenburg mit reinem Ökostrom und unterstützt Verbraucher:innen als Partner der EnergieEinsparInitiative Berlin aktiv dabei, Energie­einsparungen einfach möglich zu machen. Weitere Informationen: berlinerstadtwerke.de

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